Konzept

Kinder malen und hantieren gerne mit Farbe, das bereitet Freude.
Manchmal tief versunken, konzentriert und unbekümmert.

Im KinderMalRaum können die Kinder ohne Vorgabe und Bewertung malen oder zeichnen. Sie malen das, worauf sie gerade Lust haben oder was ihnen in den Sinn kommt. Dabei wird ihre Wahrnehmung vertieft. Für freies und zwangloses Malen gibt es oft nur wenig Platz und Möglichkeiten.
Es ist eine besondere, wohltuende Abwechslung zur digitalen Welt, die heutzutage viel Zeit in Anspruch nimmt.

Meine Aufgabe als Malbegleitung sehe ich in erster Linie darin, den Kindern mit Achtung und Wertschätzung zu begegnen und in ihrem Tun zu bestärken.
Das Vertrauen in die Fähigkeit des Kindes zu haben, dass es nicht belehrt oder bedrängt werden muss, dass es kein Thema braucht und in seinem Tempo seine Malspuren zu ziehen.

Den jüngsten Kindern wird Raum gegeben, ihren Schmieraktivitäten freien Lauf zu lassen. Farbe und Kleister fühlen sich weich an und lassen sich gut mit Händen und Füßen auf dem Papier verteilen.  Die Kinder lernen den Zusammenhang zwischen der Bewegung der Hand und der Schmierspur zu erkennen.
Eine positive Erfahrung der Selbstwirksamkeit: Das habe ich gemacht! Das kann ich!                                 

Die Kinder lernen den Umgang mit den Materialien:

Papiere und andere Malgründe in unterschiedlichen Größen, Qualitäten, Strukturen und Grammaturen.
Eine Fülle an Pinsel in allerlei Stärken, Längen und Breiten, mit unterschiedlichen Borsten und Haaren stehen zur Verfügung.
Walzen und Schwämme mit überraschender Wirkweise.
Die Kinder erleben die vielfältigsten Farbunterschiede und Farbnuancen kennen und finden die passenden Namen: Tomatenrot, Froschgrün, Mehlweiß, Glockenblumenviolett, Honiggelb,  etc.
Ich verwende eine wasserlösliche und verdünnbare Acrylfarbe auf Kunststoffbasis und Fingerfarben (dermatologisch getestet) für die Kleinsten.
Regeln sind auch im KinderMalRaum unerlässlich, damit die Freiheit sich nicht in Zügellosigkeit ausbreitet.

Ein soziales Miteinander und Sorgfalt im Umgang mit den Werkstoffen sind ebenso wichtig, wie Respekt und Achtsamkeit.

Farben benennen, lernt man, in dem man mit ihnen umgeht:
Mit jedem Bild das man malt, mit jeder Farbe die man aussucht, wachsen die Erfahrungen. Farben können glücklich machen und eine bedrückte Stimmung heben.
Wir freuen uns über den blauen Himmel, die grünen Wiesen und die bunten Blumen usw.
Zu alldem brauchen wir unsere Sinne

Marielle & Rudolf Seitz